Mittwoch, 12. Januar 2011

Plattenepithelkarzinom II




Ich habe nun das behandelte Auge nochmal fotografiert. Nach der Laserbehandlung sieht es erstmal für die Haflingerstute Laika gut aus. Sie kann die Augen wieder schließen und die etwas eitrige Entzündung ist auch abgeklungen! Wieweit das Karzinom schon gestreut hat bleibt abzuwarten! Aber im Moment ist Laikas Wohlbefinden wieder hergestellt! Sie kann inzwischen auch wieder normal bewegt werden, und ihre Besitzerin ist heilfroh! Ich vergaß zu erwähnen, dass bei Laika der ungewöhnliche Fall eingetreten ist, das beide Augen betroffen waren. Ich finde, den Unterschied davor und danach kann man sehr gut erkennen. Ich freue mich ihr und ihrer Besitzerin reiterlich nun weiterhelfen zu können.

Samstag, 25. Dezember 2010

Fast 28 Jahre und kein bisschen Weise




Weihnachtsfreude unter den Lipizzanern, denn zwei Tage konnten sie nicht raus! Wir sind ja zugeschneit und die Schneewehen haben eine beträchtliche Höhe. Heute unter Aufsicht haben wir sie es gewagt sie rauszulassen und da hat "Madame Babsie" ihre fast 28 Jahre voll vergessen... Toben,kacheln und buckeln, was das Zeug hergab. Beeindruckend diese Barbanas...Auch das pelzige Portrait zeigt wache Intelligenz.

Mittwoch, 24. November 2010

Laika ist wieder zu Hause

Laikas Besitzerin hat mich angerufen! Laika ist wieder zu hause! Sie konnte sie nun aus der Tierklinik abholen und das Auge wurde erhalten! Beide Augen wurden gelasert, wobei die Seite auf dem Foto schon sehr weit fortgeschritten war. Man wird nun abwarten müssen, wie es sich weiterentwickelt! Nächsten Mittwoch werde ich sie sehen und ein Foto vom Auge machen.

Montag, 1. November 2010

Plattenepithelkarzinom



Nicht alle Bilder im Leben sind schön! Erst hab ich mich so sehr gefreut die Haflingerstute Aimee, die jetzt "Laika" heißt, wiederzutreffen, denn eine Freundin von mir hat sie gezüchtet, und ich habe ihren langen sorgfältigen Entscheidungsprozess für den Hengst ihrer Wahl damals mitbekommen. Auch die Aufzucht der Stute war in diesem liebevollen familiären Klima optimal.
Dann verlor sich aber die Spur des Pferdes, und so war ich erfreut, sie nun bei einer sehr netten sanften Reiterin wieder zu finden. Leider war sie schon sehr in Sorge um ihr Pferd, da "Laika" inzwischen an einem Tumor im Auge erkrankt war. Dies Plattenepithelkarzinom sieht nun auch ganz bedrohlich aus, und einige Tierärzte rieten auch sofort das Auge zu entfernen. Das ist für ein Reitpferd immer ein ganz gewaltiger Schritt, und Laikas Besitzerin zögerte noch, als ich sie traf! Nun konnte ich ihr einen Tipp geben, und sie holte noch einen weiteren Tierarzt, der erstmal besichtigte und dann eine Gewebeprobe zur Untersuchung gegeben hat. Nun müssen wir alle 6 Tage abwarten, aber es steht evtl die Lösung im Raum, dass es weggelasert werden kann, und dann würde "Laika" ihr Augenlicht nicht verlieren! Das wäre ein echter Gewinn! Ich werde hier an dieser Stelle den weiteren Verlauf schildern. Drücken wir den beiden sämtliche Daumen!!!

Samstag, 23. Oktober 2010

Afrika ...





Selbst ein noch nicht schneeweißer und auch leicht weideschmutziger Lipizzaner kann zu Zeiten so überzeugend wirken, wie hier die Stute Afrika. Das Potenzial lässt sich nicht nur erahnen und Gang ist hier kein Problem. Ganz oben die hingetupfte Einbeinstütze hochaufgerichtet im Galopp (!!!) Und dann zwei Bilder in der etwas freieren Entfaltung, wobei mir immer wieder auffällt, dass Pferde sich selber eher mit einer Stirnlinie hinter der Senkrechten versammeln. Vielleicht ist es das, was uns immer nach dieser Ansicht beim Reiten streben lässt??? Und was uns die Diskussionen so schwierig werden lässt???
Dies alles wohlgemerkt keine Profi-Bilder sondern Pics vom täglich Gewohnten mit einer winzigen Digicam! Fielmann-Bilder sozusagen... ;o)))

Montag, 30. August 2010

Zweifel...

In der Diskussion um die fotografierten Entgleisungen von Dr Heuschmann, der auf einem Korrekturpferd Unglaubliches produziert, kommen mir Zweifel. Ein echter "horseman" weiß, dass er in Kürze kein Pferd wirklich korrigieren kann. Aber die Verlockung ist wohl zu groß vor Schülern und Interessierten eine gute Figur zu machen um bei den selbstgestecketen Zielen zu bleiben. Hat er doch vehement für gesunde Gymnastizierung im Einklang mit der Physis und Psyche des Pferdes gestritten. Nun aber dies! Ich erinnere mich, dass einer der ganz großen Reitmeister vergangener Zeiten (Entweder Podhajski oder Kurt Albrecht)in einem seiner Werke geschrieben hat, dass er beim Korrigieren oder Ausbilden fremder Pferde sich hat nie verlocken lassen Dinge vom Pferd zu verlangen, die es nicht konnte, nur um spektakulär zu wirken. Die Reiter oder gar Besitzer, die zuschauten mussten mit gesunder Basisarbeit zufrieden sein. Es ist immer wieder wohl so, dass sie dann Wunder erwarten, wo erst mal Kennenlernen und Ausloten angesagt ist. Die Diziplin eines Reiters ist hier gefragt und die Charakterbildung, um mit solchen Situationen umgehen zu können. Ich erinnere mich an diesen Ausspruch von Anja Beran: Aus Respekt... Wo war er hier und wo war er in ihrer Aussage dicke Reiter könnten nicht reiten, weil sie diziplinlos seien... Wo ist da der Respekt ????
Immer wieder, wenn es um sogenannte Große in der Szene geht, dann kommen mir bei solchen Erlebnissen Zweifel an deren wirklicher Größe und ich freue mich still vor mich hin zu üben und mein Ding allein zu machen.

Donnerstag, 26. August 2010

Ein neues Konzept muss her!




Immer wieder werde ich gebeten Reitern oder Reiterinnen zu helfen, wenn es deutlich hakt. Oft muss ich dann feststellen, dass schon in der Grunderziehung des Pferdes Etliches versäumt wurde. Es gibt immer wieder die Aussage: Das kann mein Pferd, weil wir das schon gemacht haben.... Die Frage muss hier lauten: Wie habt ihr das gemacht... Und da kommen sämtliche Mängel in der Ausbildung zutage. Das Wie bestimmt die Qualität der Ausbildung. Es genügt halt nicht die Übungen, die nötig sind um ein Pferd zu einem gehorsamen Freizeitpartner zu formen, irgendwie zu "machen" Der Reiter muss die perfekt ausgeführte Übung als Bild im Kopf haben und die Ausführung seines Pferdes daran messen und sie allmählich dahingehend formen, bis das Endziel erreicht ist, und das mit Ruhe und Gelassenheit. Ferner reicht es heute also nicht mehr nur Draufsitzen zu können ohne runter zu fallen. Das ist kein Reiten! Mir fällt auf , dass wenige Reitlehrer neue Konzepte entwickeln und immer noch in der Reitausbildung "mehr desselben" betrieben wird. Natürlich haben Schlagworte, die Neues benennen, Einzug gehalten, ohne dass sie etwas Echtes bewirken... (Macht sich einfach gut). Ich trage mich mit dem Gedanken eine Reitschule zu gründen, die dem Konzept einer guten Hundeschule entspricht. Fast alle Hundehalter sind sich einig, dass es nötig ist einen Hund zu erziehen, damit er uns wohlerzogen begleiten kann und souverän alle Gelegenheiten meistert. Das kann ein Pferd ebenso erlernen! Methoden gibt es genug. Man muss sie nur konsequent nutzen. Hier gilt es aufzuklären! Ich habe dazu ein gutes Mittel der Verbreitung dieser Idee gefunden: Die örtlichen Volkshochschulen mit ihren Kursangeboten. Hier finde ich Interessierte, die erstmal hereinschnuppern in die Welt des Pferdes, um dann zu entscheiden, ob sie sich auf mein Angebot einlassen wollen.
"Selbst Flüstern will gelernt sein". Unter diesem Motto biete ich Kurse an, die die Einführung in die Psyche des Pferdes bieten. Ich entwickele gerade einen interessanten multiple choice Fragenkatalog, aus dem man entnehmen kann wie weit man auf der Skala des "Flüsterers" gekommen ist.
Inzwischen bin ich dabei mein Konzept "Auf dem Weg zu echter horsemenship" schriftlich zu fixieren, damit es nachgelesen und nachgearbeitet werden kann.
Wenn das erledigt ist, wird es als Ausgabe im Selbstverlag erhältlich sein.
Ich hoffe damit Vielen helfen zu können, die Rat suchen und nicht finden. Mir ist es vor 25 Jahren ähnlich gegangen. Super Basis-Lehrer gab es nur für Turniersportler. Freizeitreiter standen im Regen.
Eines allerdings muss ich ganz unverblümt sagen: Auch in der Reiterwelt gilt : Ohne Fleiß kein Preis. Die Übung muss der Mensch mit seinem Pferd schon leisten, sonst versteht das Pferd nicht und Alles bleibt wie es ist.